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 Devoir (HP-One Shot)

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Jules
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BeitragThema: Devoir (HP-One Shot)   Fr Jan 09, 2009 3:21 am

"Snape hob seinen Zauberstab und richtete ihn direkt auf Dumbledore. ´Avada Kedavra`" Ein One-Shot über die Gedanken von Severus Snape nach dem Mord an Dumbledore.



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DEVOIR
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SCHULDIG
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Lily…

Sein Herz schlug schnell. Raste vor Aufregung und Adrenalin. Und doch verschwendete er keinen Gedanken an seine Verfolger. Verschwendete keinen Gedanken an die Gefahr in der er sich befand solange er noch hier auf dem Gelände war. .

Seine Gedanken galten einzig Lily, während er weiter und weiter rannte, versuchte die schützende Stelle zu erreichen an der er Apparieren konnte.

Nein. An der sie Apparieren konnten. Er hatte einen Schwur geleistet. Einen unbrechbaren Schwur. Sein Blick fiel auf den weißblonden Jungen der neben ihm rannte. Er konnte ihn nicht im Stich lassen, er musste dafür sorgen, dass er in Sicherheit war. Er konnte ihn nicht zurücklassen.

Das Bild vor seinen Augen wandelte sich. Erneut sah er Lily vor sich die ihn Hasserfüllt ansah. Der Blick ihrer grünen Augen so voller Hass und Abscheu, voller Verachtung. Es waren nicht Lily´s Augen, die ihn so ansahen. Es waren Potters Augen. Es war Potter der ihn hasste und dafür verachtete was er getan hatte.

Unwissend darüber welche Beweggründe er hatte, das zu tun, was ihm so wiederstrebte. Etwas zu tun gegen das er sich lange gesträubt hatte und das er bis zum letzten Moment versucht hatte zu verhindern.

Und doch war ihm keine Wahl geblieben. Er hatte es getan. Er hatte es tun müssen. „Severus…“ Immer wieder hallten die Worte Dumbledores in seinem Kopf wieder. Wieder und wieder vernahm er die Bitte darin, das Flehen um Erlösung.

Erneut durchströmte ihn das Gefühl von Hass und Wut als er daran dachte wie Dumbledore ihn angesehen hatte. Die Wut und den Hass darauf, dass er das von ihm verlangte. Von ihm verlangte, den Menschen zu töten, dem er als einzigem vertraute, und der ihm als einziger restlos vertraut hatte.

Er stolperte über eine unebene Stelle im Boden, als er sich daran erinnerte was der Grund dafür gewesen war, das Dumbledore ihn damals aufgenommen hatte. Auch damals hatte er einen Menschen getötet, der ihm etwas bedeutet hatte. Auch wenn er nur indirekt an der Ermordung von Lily beteiligt gewesen war, hatte ihn doch die Schuld und die Reue nie los gelassen. Nach wie vor hatte er das Gefühl, das er sie umgebracht hatte.

Das er sie ermordet hatte, so wie er gerade eben Albus Dumbledore ermordet hatte.

Sein Blick fiel auf Draco Malfoy und einem Impuls folgend blieb er für einen Moment stehen und starrte den Jungen an.

Er könnte es tun. Könnte es hier und jetzt beenden.

Er müsste nur… Ruckartig drehte er den Kopf und sah zurück zum Schloss. Zweifelsohne war der ganze Orden hinter ihnen her. Er hatte den unbrechbaren Schwur geleistet. Hatte geschworen, dass er Draco beschützen würde.

Es schien so einfach zu sein. Er müsste nichts weiter tun, als Draco alleine lassen. Jetzt und hier. Alleine und schutzlos, gejagt vom Orden des Phönix, hilflos und nach wie vor dem Zorn des Dunklen Lords ausgeliefert.

Sobald er den Schwur brach, brach er auch das Band das ihn am Leben hielt.

Blitzschnell erfasste er die Situation. Potter der immer noch im Stande dazu war ihn zu töten, Malfoy den er immer noch zu schützen hatte und Hogwarts in dem immer noch vereinzelte Kämpfe tobten.

Hogwarts. „Severus bitte.“ Erneut hallten Dumbledores Worte in seinem Kopf wieder. Die Erinnerung an den Blick war so intensiv, das er für einen Moment das Gefühl hatte, ein Zeitumkehrer hätte ihn wieder auf den Astronomieturm versetzt.

Sein Blick viel erneut auf Potter. Den Jungen den er so sehr hasste… und den Jungen dem Dumbledore so vertraut hatte, den er … gemocht hatte. Er sah wie Potter sich orientierte um ihn erneut zu verfluchen.

Dumbledores Mann. Lily´s Sohn. Erneut sah er die grünen Augen vor sich die ihn so hasserfüllt anstarrten. Harry´s Augen. Lily´s Augen.

Es war so einfach. Und doch war es zu schwer. Er hatte Dumbledore sein Wort gegeben. Und er hatte Narzissa sein Wort gegeben.

Aber er hatte Dumbledore sein Wort gegeben aus Liebe zu Lily. Er hatte ihm geschworen ihren Sohn zu beschützen, und seinen Fehler wieder gut zu machen. Er würde nicht aufgeben. Nicht jetzt, wo Potter in noch größerer Gefahr war, als die letzten 16 Jahre.

Mit einem letzten Blick auf Potter rannte er weiter, auf die sichere Stelle zu an der er apparieren konnte.

„Für Dich Lily.“ Flüsterte er kaum hörbar, einen letzten Blick auf Hogwarts werfend, bevor er mit Malfoy apparierte.


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FIN
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schräg...schräger...Jules
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Devoir (HP-One Shot)
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