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 Tragedy & Hope (Emergency Room) Part I

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BeitragThema: Tragedy & Hope (Emergency Room) Part I   Sa Jan 03, 2009 9:55 pm

So, dann geht's hier mal los Wink Die FF ist jetzt ungefähr...zwei Jahre alt, ich habe sie geschrieben, BEVOR die 13. Staffel im US-TV gestartet ist - für evtl. Gemeinsamkeiten kann ich nichts - die haben meine Gedanken geklaut gehabt -.-

Die Story ist abgeschlossen und umfasst ca. 130 Word-Seiten Wink

Viel Spaß Wink




______________________________


Es ist jetzt fast acht Monate her, seitdem Luka und Abby einen Neuanfang miteinander gewagt hatten und sie erfahren haben, dass sie ein Kind erwarten werden. Seit kurzem wurde auch der Rest des Kollegiums eingeweiht und alle freuten sich für die beiden. Sie hätten es ja ohnehin nicht ewig verschweigen können waren Franks Worte gewesen, der schon so etwas geahnt hatte, da er Abby immer häufiger außerhalb ihrer Mittagspause essen gesehen hatte. Das war jetzt fast vier Monate her. Abbys Bauch war eine richtige Kugel und zu ihrem Leidwesen hinderte sie diese an ihrer Arbeit. Zwar hatte sie schon vor zwei Wochen von Kerry Weaver und Luka Mutterschaftsurlaub erteilt bekommen, aber ihr gefiel es nicht, den ganzen Tag zu Hause herumzusitzen und darauf zu warten, dass das Kind endlich kommen würde. Deshalb war sie auch heute wieder mit von der Partie, als ein junger Mann mit Atemnot eingeliefert wurde. Sie hatte sich ihr Stethoskop um den Hals gehangen und kontrollierte dann die Reaktionen der Augen.
„Sieht gut aus.“, sagte sie und wanderte mit einer kleinen Lampe vor den Augen des Patienten herum. „Er reagiert auf Licht. Können Sie mir Ihren Namen nennen?“
„Peter. Peter Calligan. Haben Sie meine Verlobte angerufen? Sie wird schon auf mich warten.“ Er holte tief Luft.
„Keine Bange, ich werde das sofort erledigen. Chuny, piep Neela an und sag ihr, sie soll hier weitermachen. Ich kümmere mich um das Telefonat und gehe dann zur Ultraschalluntersuchung.“
„Verstanden.“
Abby verließ den Raum und bat vorne am Tresen Sam, sich nach Peter Calligans Verlobten zu erkundigen.
„Natürlich. Wie geht’s dem Kleinen?“ Sam sah Abby erwartungsvoll an.
„Das werde ich gleich erfahren. Dr. Coburn macht gleich einen Ultraschall.“
„Wo steckt Luka? Will er nicht mitkommen?“ Sam nahm den Hörer des Telefons in die Hand.
„Er würde wirklich gerne mitkommen, glaub mir, aber leider hat er gerade einen schweren Traumapatienten und Pratt ist nicht da.“
„Das tut mir Leid.“
„Schon gut. Dafür war er beiden letzten vier Malen dabei.“
„Habt ihr euch jetzt schon für einen Namen entschieden?“ Sam wählte die Nummer, doch nachdem sechsten Piepen legte sie wieder auf. „Niemand da.“
„Wir haben uns gemeinsam auf den Namen Joe geeinigt.“ Abby sah auf ihre Uhr. „Ich muss los. Sag Neela, wenn sie hier vorbeikommt, sie soll, nachdem sie fertig ist, rauf zur Gynäkologie kommen.“
„Mach ich.“
Abby ging zum Fahrstuhl und drückte den Knopf ins zweite Stockwerk.
Dr. Coburn erwartete sie schon. „Hi Abby.“, sagte sie freundlich und ging gemeinsam mit ihr in einen der Untersuchungsräume.
„Kaum zu glauben, dass ich selbst mal hier gearbeitet habe.“, sagte sie beiläufig, während sie sich auf eine Trage legte.
„Ja, ist auch schon ein paar Jahre her. Damals hast du bei der Geburt von Carol Hathaways Babys geholfen.“
„Ja, und nun bin ich selbst hier als Patientin. Ich freue mich wirklich, dass Sie meine Ärztin sind. Ich wäre wohl zu keinem anderen gegangen.“
Dr. Coburn lachte. „Das will ich auch hoffen. Dann wollen wir mal schauen, was sich bei dem Kleinen so tut.“
Die erfahrene Ärztin schob das Ultraschallgerät heran und bat Abby, den Bauch freizumachen. Dann schmierte sie ein wenig kaltes Gel auf den Bauch und fuhr mit dem Paddel darüber. Auf dem Monitor erschien ein Bild. Dr. Coburn fuhr mit dem Paddel etwas weiter nach oben, bis auf dem Monitor das Köpfchen des Babys zu sehen war. „Da ist er ja.“, sagte sie. Für einen Moment legte sie den Paddel beiseite und griff nach zwei saugnapfähnlichen Teilen, die sie Abby auf den Bauch legte und das andere Ende am Monitor ansteckte. Sofort erklang der Herzschlag des Ungeborenen. „Die Herzfrequenz ist gut.“ Sie hielt ihr Stethoskop an Abbys Brust. „Es passt sich perfekt deinem Rhythmus an.“
„Das ist gut.“, sagte Abby und lächelte.
Dr. Coburn griff wieder nach dem Paddel und fuhr erneut über den Bauch. Auf dem Bild waren die Finger des Kindes zu sehen, eine Hand war zusammengeballt zu einer Faust. Die Augen waren leicht geöffnet und die Beine bewegten sich hin- und her.
„Soll ich ein Foto für Dr. Kovac machen?“, fragte Dr. Coburn.
Abby nickte. Sie drehte sich um und sah Neela an der Tür stehen.
„Hi. Komm rein. Wie geht es Peter?“
„Ich habe ihm ein leichtes Asthmaspray zum Inhalieren gegeben und ihn noch zwei Stunden zur Beobachtung in die 3 legen lassen.“
„Okay. Und wie geht es deinem Mann? Hat er sich mal wieder gemeldet?“
„Ja, ich habe vor ein paar Tagen mit ihm reden können. Zwar nicht lange und die Verbindung war auch schlecht, aber es hat gereicht um zu erfahren, dass es ihm gut geht. Und dir? Alles in Ordnung?“
„Es geht ihm gut. Also geht es mir auch gut.“
Dr. Coburn kam mit einem Foto zurück. „Hier. Da ist er. Es ist alles drauf, was drauf sein sollte.“ Abby nickte dankend.
Sie nahm die Saugnäpfe von ihrem Bauch und richtete sich auf. Dr. Coburn wischte ihr das Gel vom Bauch. „Das wäre dann der letzte Ultraschall. Wenn du allerdings Bedenken hast dann kontrolliere ich es gerne noch einmal. Ansonsten sehen wir uns in drei Wochen zum errechneten Geburtstermin.“
„Danke, Dr. Coburn.“ Abby zog sich das T-Shirt nach unten und stand auf. „Dann gehe ich mal wieder an die Arbeit. Neela, kommst du mit?“
„Klar.“
Die beiden eilten auf den sich schließenden Fahrstuhl zu, erwischten ihn gerade noch und fuhren wieder nach unten in die Notaufnahme.
Dort kam Sam auf die beiden zu.
„Neela, da sind zwei Männer in Uniformen, die irgendetwas von dir wollen.“
„Okay, ich bin unterwegs. Danke.“ Neela ging zur Rezeption und sah die beiden Männer. Der eine hatte einen kleinen Schnauzer und der andere war relativ groß. Einen von den beiden kannte sie durch Michael. „Major Fordman. Schön, Sie zu sehen. Hat Michael sich bei Ihnen gemeldet? Er hat letztens gemeint, er wolle noch ein Telefonat mit Ihnen führen.“
„Nein, dass hat er nicht. Dr. Rasgotra, es wäre besser, wenn Sie sich setzen würden. Am besten reden wir alleine.“
Neelas Miene verfinsterte sich. Dann schüttelte sie den Kopf. „Alles was es zu sagen gibt, können die anderen ebenso gut mithören.“
Dann stieg in ihr ein schlechtes Gefühl hoch. „Es geht Michael doch gut, oder?“ Instinktiv trat Abby neben sie.
Major Fordman trat näher an die Theke heran. „Ich habe ein Telegramm aus dem Irak bekommen.“ Er machte einen Moment Pause. „Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Michael Gallant während eines Einsatzes gefallen ist.“ In der gesamten Notaufnahme entstand beharrliches Schweigen. Niemand sagte etwas, geschweige denn bewegte sich von seinem Platz.
Erst nach ein paar Sekunden schien die Zeit weiterzulaufen. Neela umklammerte den Tresen fester und hatte die Augen weit aufgerissen. Sie brachte kein Wort heraus. Sie hörte, wie Abby fragte, was passiert sei.
„Es gab einen Anschlag auf das Lager. Es gab sehr viele Verletzte. Ein guter Freund von Michael hat sich das Bein durchtrennt. Gerade als Michael auf das Feld stürmte, um ihn in Sicherheit zu bringen, explodierte eine weitere Mine, direkt vor Michael. Die zuständigen Leute haben alles versucht, um ihn im Lazarett zu stabilisieren, aber nach ein paar Stunden erlag er den Verletzungen eines Minensplitters.“
Neela hatte die Hälfte von dem, was geschehen war nur leise wahrgenommen. Es hatte geklungen wie in einer riesengroßen Halle. Sie hielt es nicht mehr aus. Tausende von Gedanken umgaben sie, vielen konnte sie nicht standhalten. Sie sah nur noch einen Ausweg – raus! Sie eilte nach draußen, desorientiert und schwankend. Abby wollte ihr nachgehen, aber Major Fordman hielt sie davon ab. „Es müsste jemand unterschreiben, dass das Telegramm überreicht wurde. Außerdem muss ich seine Sachen hier abliefern. Die werden in den nächsten Tagen eintreffen. Die Beerdigung wird hier in Chicago stattfinden, auf dem Veteranenfriedehof. Das müsste auch jemand quittieren.“
Abby nickte. „Das werde ich übernehmen.“ Sie nahm einen Stift und unterzeichnete auf verschiedenen Papieren. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, doch dann hatte alles ein Ende und sogar Luka kam aus dem Behandlungsraum seines Patienten heraus. Er sah, wie Abby den beiden mit geschockter Miene die Hand schüttelte, dann gingen sie. Luka kam auf seine Freundin zu. „Wer war denn das? Ist etwas passiert?“ Doch Abby sagte nichts, sie sah ihn stumm an, und als er fragend zu Sam sah, bemerkte er, dass auch sie wie gelähmt dastand. Selbst Frank und Jerry standen mucksmäuschenstill da.
Luka fragte noch einmal eindringlicher: „Was ist los?“
„Michael...er ist gefallen.“, brachte Abby nur hervor, bevor sie Luka fest umarmte.
„Was? Aber...weiß Neela es schon?“
Abby nickte. „Sie ist weggerannt. Ich glaube das nicht. Die beiden hatten nicht einmal ein Jahr zusammen. Wie kann das Leben nur so ungerecht sein?“
Luka hielt Abby fest in seinen Armen. „Ist okay.“, sagte er nur.
„Nein, ist es nicht.“, erwiderte Sam. „Es sollte jemand nach Neela sehen.“
Abby wollte sich schon auf den Weg nach draußen machen, als Ray Barnett durch die Tür kam. „Einen schönen Tag euch allen.“ Doch er bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. „Ist irgendwas? Habe ich etwas verbrochen? Oder warum schaut ihr mich alle so fassungslos an.
Luka hielt Abby am Arm fest. „Ray, such bitte Neela.“
Sofort kam ihn ein Gedanke. „Ist etwas mit ihr passiert?“, erkundigte er sich. Er fragte deshalb, weil er seit mehr als einem Jahr mit ihr sein Appartement teilte und zugegebenermaßen auch in sie verliebt war.
„Gallant ist gestorben. Man hat es ihr gerade gesagt.“ Luka forderte Ray nun ein weiteres Mal auf, nach Neela zu suchen. Diesmal zögerte er nicht. Er stürmte nach draußen.
Und während die anderen noch immer fassungslos hinter dem Tresen standen, fuhr ein Krankenwagen in die Auffahrt ein. „Wir haben eine Schusswunde im Thorax.“, rief der Sanitäter. Auch wenn keiner so recht wollte musste die Arbeit wieder aufgenommen werden.
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